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Kamakura und Enoshima

Martin mit Plastikschneemann Die eineinhalb Wochen Ferien von der Uni in denen wir nicht nur nicht auf die Uni müssen -- das müssten wir am Samstag oder Sonntag auch nicht, aber ich war am Wochenende noch nie alleine auf der Todai -- nein über die Weihnachtsferien haben wir sogar das explizite Verbot Dinge auf der Uni zu machen, wollte ich natürlich ausnützen um irgend etwas spannendes etwas außerhalb von Tokyo zu unternehmen. Also haben Martin und ich uns entschlossen einen Tagesauflug nach Kamakura zu unternehmen. Der Plan war nach einer erholsamen Nacht das Heim um 8:00 zu verlassen und dann um 10:00 in Kamakura anzukommen. Nur hatte ich dann eine Date mit eine hübschen Japanerin und Martin ein Date mit spannenden Filmen.

Also habe wir das Heim dann so gegen 8:30 verlassen und sind relativ planlos in den Zug gefallen.[^1] Mit dem festen Vorsatz den Reiseführer auf dem Weg zu lesen. Gelesen habe ich natürlich überhaupt nichts, süß geträumt schon viel eher. Japan ist schließlich das Land in dem man immer und überall schläft -- außer in der Nacht im eigenen Bett. Aufgewacht sind wir dann irgendwo in der Wildnis und keiner von uns hatte einen Plan wo wir sein könnten. Irgendwo am Meer mit schöner Aussicht, aber mehr war alleine nicht herauszufinden, weil da alles nur noch in Kanji stand, ich viel zu müde war um auch nur zu versuchen sowas zu übersetzen und der Zugplan, jedenfalls in meinem Zustand, mehr als nur verwirrend war.

Glücklicher Weise hat mein völlig verschlafenes Japanisch gerade noch dazu gereicht den Sohn der Familie die neben uns gesessen ist zu verschrecken, die Mutter zu beleidigen und den Vater zu einer Antwort zu bewegen -- und das alles in einem Satz aus maximal 10 Wörtern! Leider hat sich herausgestellt, dass unsere Station verpasst hatten -- um lächerliche 45 Minuten.

Knappe zwei Stunden später sind wir dann in Kamakura ausgestiegen. 84 Tempel und inetwa 4 Stunden Zeit. Unter drei Minuten pro Tempel erschien uns dann doch etwas unrealistisch und so haben wir uns nur mit dem Vorsatz die zwei drei berühmtesten Dinge zu betrachten auf die Socken gemacht. Gefunden haben wir genau eine Sehenswürdigkeit -- die große Buddha-Bronzestatue.

Als wir eigentlich schon überlegt haben zurück zu fahren hat Martin dann die Entdeckung schlechthin in seinem Reiseführer gemacht. In dem mit der Bahn nur 10 Minuten entferntem Saitama, gibt es angeblich eine nackte Statue der Göttin der Schönheit und Liebe.[^2] Angekommen sind wir in Saitama als die Sonne schon am Untergehen war und sie wollten uns die Tempel vor der Nase schließen.[^3]

Gefunden haben wir die Statue natürlich nicht, dafür sind wir die Treppen auf den Berg gleich zweimal rauf und runter gelaufen.[^4] Zugegeben Saitama ist eine wunderschöne Insel -- wenn man mit der Freundin dort ist, aber obwohl Martin lange blonde Haare und blaue Augen hat war es irgendwie nicht das selbe.

Fotos davon gibt es wie immer auf meiner Flickr Seite.

[^1]: Ich war froh, dass ich die Augen bis zum Zug offen halten konnte [^2]: Oder so, nach nackt und Schönheit hat mein Hirn schon entschlossen, dass wir dort hin müssen und den Rest verdrängt [^3]: Irgend so eine Glocke hat schon die ganze Zeit im Hintergrund geläutet [^4]: Nach der Hälfte pfeifen die meisten Japaner schon aus dem letzten Loch - nächstes mal gehe ich nicht mit einem anderen Kampfsportler, der auch nicht zurückstecken kann, zusammen

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Comments

alexander on :

Danke solche Komplimente von dir gefallen mir immer besonders gut :-D

Und meist du mit der Alternative den Martin oder den Schneemann? (Wie auch immer ich werde es an Martin weiterleiten ;-) )

B7r on :

Ein paar sehr nette Bilder dabei - trotz dessen dass ihr nicht das gesehen habt, was ihr eigentlich sehen wolltet :-P

und die nackte Göttin waere schon interessant gewesen 8-) die Alternative kann ja gar nix >:E

happy new Year!

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