Bilderbuch Japaner
Wenn ich abends nach der Uni nach Hause fahre ist es meist schon relativ spät. Irgendwas zwischen 20:00 und 22:30 ist hier völlig normal.
So auch gestern, da bin ich nach der Mittwochs-Presentation und dem anschließenden traditionellen Essen mit den Japanern so gegen 22:20 schon relativ müde[^1] in der U-Bahn gesessen. Der einzige Europäer in einem praktisch leeren Abteil -- es hatten nur 5-10 Leute keinen Sitzplatz. Und irgendwo zwischen Sweet Home Alabama und Final Destination[^2] ist dann eine nette Mail von einem Bekannten gekommen[^3]
Die Mails von ihm sind immer die besten. Eine Mischung aus krankem oder schwarzem Humor und eine Priese political uncorrectness sorgen meist für leichte Unterhaltung. Genau das was ich nach einem langen Tag auf der Todai brauche und wie so oft werde ich auch diesmal nicht enttäuscht.
Jesus in Wien.
Zwei Deutsche und ein Wiener gehen auf der Strasse und bemerken einen Mann gegenüber, der wie Jesus aussieht.
Der eine Deutsche geht rüber und fragt ihn, ob er Jesus sei, und ob er ihm seinen Tennisarm heilen könne.
Darauf sagt Jesus: "Klar, mach ich, dafür bin ich ja da!" Legt die Hand auf...., und der Arm ist in Ordnung.Geht der zweite Deutsche rüber und fragt, ob er sein Knie herrichten könne.
Jesus legt die Hand auf....., und das Knie ist in Ordnung.Der dritte, der Wiener macht keine Anstalten, zu Jesus zu gehen und sich heilen zu lassen. Deshalb geht Jesus zu ihm hin und fragt, ob er ihm helfen könne.
Darauf der Wiener: "Oida, greif mi jo ned au - i bin im Kraunknstaund !!!"
Mein Schmunzeln weckt das Interese der Japaner um mich herum, die den lustigen Europäer mit dem iPhone eh schon länger im Auge haben. Neugierig fangen sie an auf mein Display zu stieren. Nächste Station -- nächste Mail.[^4]
WG: Gute Werbungen
Mit Bildern. Die sind immer besonders gut! Diesmal bestehen die Bilder aus mehr oder weniger bekannte Werbungen die leicht modifiziert wurden um nackte Frauen zu enthalten.[^5] Super die Handvoll Japaner mit direktem Blick auf mein Handy bekommen Kulleraugen und wenden sich in ihrer typisch diskreten art halb weg -- gerade so viel, dass sie noch auf das Display schielen können und trotzdem anständig erscheinen.
Am Schluss möchte ich noch sagen, dass es mich natürlich jedes mal sehr freut wenn ich Japanern den Tag versüßen kann, aber meist bevorzuge ich doch andere Methoden.
[^1]: Für Aikido muss ich um 5:30 aufstehen [^2]: Jup hier in Japan höre ich teilweise den gleichen J-Pop wie die anderen in meinem Lab [^3]: In Japan sind Mails das Kommunikationsmittel nummer eins, funktionieren ähnlich wie SMS bei uns und man darf auf keinen Fall 30 Minuten warten bis man sie beantwortet. [^4]: In Japan gibt nur in den Stationen ei Signal, so kann man nicht unhöflich während der Fahrt telefonieren [^5]: Die Werbung auf der Seite ist die eindeutig harmloseste von allen
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Comments
alexander on :
Nope ihr bekommt einen wenn ich wieder was anderes mache als arbeiten.
Letzte Woche war ich über 80 Stunden auf der Uni und diese werden es wohl an die 70 werden. Da bleibt dann nicht mehr viel Zeit für Freizeitaktivitäten.
Ab heute Abend haben wir allerdings die Vakuumkammer nicht mehr und ich habe wieder mehr Freizeit
Einstweilen darf ich dich aber auf Flickr verweisen, dort habe ich neue (alte) Bilder von einem Blumenfest hochgeladen.
Julia/Rashidanya (not logged in) on :
Kriegen wir erst einen neuen Blog-Eintrag, wenn es zum letzten Kommentare gibt? :S Voila, hier ist einer.