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unverschlüsselt

Zugegeben ich habe ein leicht erhöhtes Bedürfnis wenn es um meine Privatsphäre beim Computer geht. Meine Festplatten sind normalerweise verschlüsselt, meine Passwörter sind schon nach der Hälfte der Zeichen sicher und wenn ich ein Blogpost schreibe und jemand kommt ins Zimmer wechsle ich den Bildschirm, damit niemand sieht was ich da mache. Ich würde sterben, wenn irgend jemand meine e-mails lesen, meinen Browser Verlauf studieren und all meine persönlichen Dokumente inspizieren könnten. Außerdem hoffe ich, dass niemand meine Passwörter kennt und für Leute die nur kurz was im Internet nachsehen wollen habe ich eigentlich einen Gästeaccount.

Ich sehe aber auch vollkommen ein, dass nicht jeder Mensch so auf seine Daten achtet. Georg zum Beispiel hat Passwörter überall wo nur irgend möglich ausgeschaltet, und die anderen sagt er mir alle, damit ich übers Telefon Dinge für ihn erledigen kann.

Im allgemeinen respektiere ich die Privatsphäre andere Leute, auch wenn sie ihre Daten nicht sicher verbergen, nur heute hat mich das W-LAN, dass ich eigentlich benutzen hätte sollen verschmäht.[^1] In meiner Not[^2] habe ich meinen Computer einfach einmal auf gut Glück nach offenen Netzten suchen lassen und siehe da tatsächlich hat sich innerhalb von Sekunden default, ein unverschlüsseltes Netz mit exzellentem Empfang und erstaunlich gutem Datentransfer, gefunden.

Ich verstehe zwar nicht warum jemand sich die Mühe machen würde die Verschlüsselung, entgegen den mehrfachen Warnungen die so ein Unterfangen mit sich bringt, auszuschalten, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

... oder doch?

Da ist doch glatt ein Rechner im Netz freigegeben. Einen Klick später ist mir auch klar, dass ich als anonymer Benutzer volle Schreibrechte auf sein Benutzerverzeichnis habe!

Übrigens rede ich immer von einem Mann, weil ich neben seinen Firmen und Finanzdaten auch auf seine Familienfotos gestoßen bin -- Der Japanurlaub war sicher cool, die sieben Enkeln sind auch süß, aber bei den Nacktfotos hat er leider nicht ganz meinen Geschmack.

[^1]: weil irgend so ein Kasperl sich in einem Netz mit dynamisch vergebenen IP-Adressen eine statische selber zugewiesen hat und dabei natürlich genau die mir zugewiesene erwischt hat. [^2]: Ich habe ganz dringend einen Schuss Internet gebraucht und Süchtler kennen keine Grenzen

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Comments

markus on :

aufpassen... ;-)

alexander on :

Hmm ... Ich bin nicht sicher ob ich das richtig verstehe :redface:

Soll ich aufpassen was ich mache, oder soll er aufpassen damit seine persönlichen Daten nicht bald über ganz Wien verteilt sind?

S. on :

als ich nach wien gezogen bin und noch kein internet hatte, habe ich mich auch an dem "netgear" netz von gegenüber bedient. aber nur zum mails checken ;-) irgendwann hat der besitzer wohl den router verrückt, jedenfalls wurde die verbindung dann schlecht.. vielleicht solltest du ihm eine word-nachricht auf dem desktop hinterlassen ;-)

alexander on :

Ich kann noch irgendwie verstehen, dass jemand das W-LAN nicht verschlüsselt (obwohl es mir sehr weh tut) und wenn man in einem größeren Komplex wohnt, dann ist die Chance, dass irgendwer ein offenes Netz hat relativ hoch, aber dann auch noch das Benutzerverzeichnis mit wirklich sensitiven Daten mit Schreibrechten freizugeben tut mir einfach weh.

Wenn dann sollte ich seinen Desktophintergrund in eine Nachricht verwandeln, aber ich bin mir nicht sicher ob ich mich da einmischen sollte.

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