Time Machine
Leute die mich länger kennen wissen, dass ich es regelmäßig schaffe mit kleineren kryptographischen Unfällen[^1] ganze Festplatten voll mit wichtigen Daten innerhalb von Sekundenbruchteilen in Festplatten gefüllt mit pseudozufälligen Zahlenfolgen zu verwandeln. Aber ehrlich gesagt hat meine Paranoia ihren Zenit schon weit überschritten und mir sind vernünftige Backups inzwischen viel wichtiger als unknackbare Verschlüsselungsmethoden.[^2]
Mit Time Machine hat Apple jetzt eine genial einfach zu bedienende Backuplösung im Betriebssystem integriert. Funktioniert leider nicht vernünftig mit verschlüsselten Home-Verzeichnissen, aber wie gesagt Backups sind mir mittlerweile wichtiger und so saßen meine geliebten privaten Daten schon länger völlig ungeschützt und unverschlüsselt auf meiner Festplatte herum.[^3]
Aber nach knappen zwei Wochen Leopard, wurde mir klar, dass ich Klartext-Daten einfach nicht genießen kann. So wie fast alles das ich schätze, sollten auch Computer eine gewisse Aura der Undurchschaubarkeit verbreiten, und wenig strahlt unergründlich mehr aus als AES-256 verschlüsselte Daten.
Ermutigt von einem soliden Backup durch Time Machine habe ich dann MacFUSE, EncFS und EncFSVault installiert und, nach einem schnellen äußerst erfolgreichem Test an einem eigens dafür angelegtem Benutzer, war ich bereit mein Home-Verzeichnis zu verschlüsseln, um den Datendurchsatz meiner Festplatte zu halbieren und meinen Coolness Faktor zeitgleich ins Unendliche zu treiben.
Natürlich hat es nicht ganz so funktioniert wie ich mir das vorgestellt habe, aber wer nimmt auch an, dass es bei einer so einfachen Operation mit Software die teilweise ja schon fast Beta Stadium erreicht hat und die ich nur geringfügig an meine Bedürfnisse adaptiert hatte, Probleme geben könnte. Glücklicher Weise hatte ich ja ein tolles Backup von Time Machine -- Unglücklicher Weise schaffte es Time Machine anscheinend nicht Backups von Datenbanken die benutzt werden fehlerfrei zu erstellen und findet es auch nicht der Mühe wert den unwissenden Benutzer darüber in Kenntnis zu setzten. Überaus glücklicher Weise hatte ich noch ein zwei Wochen altes händisch erstelltes Backup.
Schön langsam sehne ich mich wieder nach Linux. Das ist zwar nicht halb so hübsch und die hippen Kids haben alle Macs, aber dafür ist Linux viel schneller und wenn man sich auskennt funktioniert einfach alles -- und zwar genau so wie ich es will und nicht wie Steve Jobs sich das vorstellt!
Wenn nur Aperture nicht wäre, aber blueMarine sieht von Tag zu Tag besser aus und Beta unter Linux ist oft deutlich stabiler als Stable auf anderen Betriebssystemen.
Bild gibt es leider keines, weil ich im Moment zu wenig Zeit habe, sich mein Computer noch nicht ganz von dem kleinen Zwischenfall erholt hat und Fotos auf meiner Prioritätenliste ganz unten stehen.
[^1]: mittlerweile schaffe ich es aber schon mir die meisten meine Passwörter zu merken [^2]: Wobei so eine sexy Festplatte mit LUKS auch nicht zu verachten ist [^3]: Safari 3.0 bietet aber glücklicher Weise die Funktion privates Surfen an, die sich perfekt eignet um diese brisanten Seiten zu betrachten, ohne Spuren zu hinterlassen.
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