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Langfinger

KTM 660 SCM und Georg im Schnee Georg hat nicht viel Glück mit seinen Motorrädern. Die sind zwar immer genial zum fahren und machen ihm jede Menge Spass, aber sehr lange hat er die letzten zwei nicht gehabt.

Vor nicht einmal zwei Jahren -- am 4.8.06 -- haben sie ihm die Ducati 748R nach einem knappen Monat gestohlen und jetzt ist die KTM 660 SCM nach weniger als einem Jahr[^1] auch weg. Zwar waren beide Motorräder Kasko versichert und er bekommt einen Großteil des Gelds von der Versicherung zurück, aber lange macht die da auch nicht mehr mit.

Und so lustig das auch ist alte Computer auf die Straße zu stellen und zu warten wie lange die da stehen bleiben,[^2] ist das bei Motorrädern, die man gerne noch benutzen würden, schon sehr ärgerlich. Vorallem weil wir keinen Garagenplatz im Haus bekommen und ein Motorrad mit einem Lift auf den Balkon zu heben um es dann dort abzustellen ist eher unpraktisch.

Georg hat schon gesagt es wäre eventuell ganz sinnvoll sich beim nächsten Motorrad ein paar Wochen auf die Lauer zu legen und die Diebe dann abzupassen. Würde ich nicht machen, weil ich Angst hätte neben dem Motorrad auch noch ein paar Zähne zu verlieren, aber Georg hat da ein ganz anderes Selbstvertrauen.

[^1]: am 23.3.07 haben wir sie im Schneegestöber aus Salzburg abgeholt und nach Wien gefahren [^2]: wir haben eine Handvoll Computerschrott so entsorgt. Das dauert bei schönem Wetter teilweise deutlich unter einer Stunde

Augenmaß

ein BH auf meinem Bett Vor Weihnachten hat sich eine bekannt von mir operieren lassen. Nicht im Gesicht, aber trotzdem deutlich sichtbar und ich soll mich doch überraschen lassen, nur egal wie genau ich sie seit damals studiert habe ist mir echt nichts aufgefallen.

Und so war ich zu ewiger Unwissenheit verdammt -- jedenfalls bis heute, da hat meine Neugierde dann schließlich und endlich doch die Oberhand über meine gute Erziehung bekommen und ich musste einfach fragen.

Sag du hast dich doch vor Weihnachten operieren lassen...
Jaaa...
Ist das sehr schlimm wenn ich nicht sehe was es war?

Lächeln

Nein das zeigt nur, dass du ein anständiger junger Mann bist -- Ich habe meine Brust um vier Nummern verkleinern lassen.
Äh ... naja jetzt glaubst du mir wenigstens, wenn ich sage, dass ich Frauen ins Gesicht sehe, wenn ich mit ihnen rede.

Vier Nummer?!?

Wie kann ich sowas nur übersehen! Eine lass ich mir ja sofort einreden, aber von F auf B, das sollte selbst einem Blinden auffallen. Jetzt ist mir auch klar warum es für mich so unmöglich ist das Aussehen von Frauen mit einer einzigen Nummer zu beschreiben.

Der Klingelton

Christof ist unlängst auf die glorreiche Idee gekommen, man könnte doch einem armen Kollegen ein altes Handy mit einem Klingelton mit möglichst viel Gestöhne in die Tasche schummeln, warten bis er brav in der Bibliothek lernt und das Handy dann anrufen. Natürlich haben wir uns schon alleine bei dem Gedanken daran köstlich amüsiert, vorallem weil es dann auch noch Ideen gab das ganze aufzunehmen und auf YouTube zu stellen.

Honi soit, qui mal y pense.

Gestern sitze ich dann nichts böses ahnend in einer Vorlesung und auf einmal geht ein Handy los -- ganz in meiner Nähe, ist aber eindeutig nicht meines.

Beim genauerem Hinhören stelle ich fest, dass das gar keine Melodie ist, sondernviel eher ein Pärchen beim Liebesspiel. Keiner fühlt sich angesprochen, keiner fängt hektisch an zu kramen und das Stöhne rechts von mir wird immer lauter -- zu blöd nur, dass rechts von mir nur noch Wand ist.

Es hilft ja alles nichts, innerlich verfluche ich meine zwei Brüder und fange an, unter den strafenden Blicken eines ganzen Hörsaals, den Inhalt meiner Tasche auf den Tisch zu leeren und nach dem mittlerweile schon fast extatisch stöhnendem Handy zu suchen, nur das Mist Ding ist nicht zu finden. Ich durchsuche meine Jacke und reiße demonstrativ den Akku aus meinem Handy heraus, während die Professorin einen Scherz über Klingeltöne in meine Richtung wirft.

Endlich hört das Vermaledeite Ding auf zu klingeln und gerade als die Professorin mit ihrer Vorlesung fortfahren will erschallt ein lautes Piep Piep durch den ganzen Hörsaal.

Das darf nicht wahr sein! Entweder es geht im die Batterie aus und es piepst jetzt alle paar Minuten bis die Batterie endlich ganz aus ist, oder es piepst alle paar Minuten weil es mich auf einen Anruf in Abwesenheit hinweisen will.

Der Horror lähmt mich und der Rest der Vorlesung ist ein einziger Alptraum aus dem mich nur das gelegentlich Piepsen des Teufelswerks reißt.

Aber nach einer Ewigkeit geht auch diese Stunde des Grauens zu Ende und als ich meine Tasche völlig entnervt auf den Tisch stelle um dem Übel ein für alle mal ein Ende zu bereiten dreht sich die vor mir um und meint ganz lässig:

Hör auf zu suchen, das war mein Handy.