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Die Frau vom Chef

die frau vom chef Was der Alexander besonders mag ist wenn mitten in der Nacht auf einmal zwei Polizisten in seinem Zimmer stehen und irgendwas von ihm wollen.

Letztes Mal war mitten in der Nacht 5:30 und Georg wollte irgendwas wie seine Post abholen -- diesmal hat er mich aber richtig ausschlafen lassen. 8:30 am Sonntag, da sollten brave Christen ja schon längst wach sein und damit war mir auch schon klar, dass er etwas von mir wollte.

Alexander die Frau vom Chef hat den Stecker aus seinem Palmtop rausgerissen ohne auf die Dinger am Rand zu drücken. Kannst du das bitte wieder anlöten?

Eh klar es ist immer die Frau vom Chef, da kann man dann nicht einmal viel dagegen sagen. Auf den zweiten Blick fällt mir dann auf, dass da nicht nur ein Teil vom Stecker abgebrochen ist, oder sich ein Kontakt gelöst hat, sondern die Frau den gesamten sechsundzwanzigpoligen Printstecker samt Zugentlastung gleich mitgerissen hat. Da hat sie nicht nur vergessen die Entriegelung auf der Seite zu drücken, sondern sie hat den Stecker ermordet![^1]

Aber glücklicher Weise hat sie ja einen Mann, der sich mit solche elektronischen Problemen nur zu gut auskennt und der weiss auch genau wie gut sich Sekundenkleber dazu eignet um abgerissene Lötstellen wieder zu flicken. Das kommt von den speziellen Leiteigenschaften von Sekundenkleber, der genau erkennt welche Pole leitend verbunden werden müssen und welche nicht.

Doppelmord!

Mit noch einer halben -- von ursprünglich 3 -- .8 mm Leiterbahnen, die zu allem Überfluss auch schon sehr mitgenommen ausgesehen hat, für den Plus Pol und keiner vernünftigen Zugentlastung gebe ich meiner Lötstelle maximal 2 Stunden. Dann reißt auch noch die letzte ab und damit darf der Palmtop dann endlich seine wohlverdiente Ruhe genießen. Und das tolle daran ist ohne Sekundenkleber hätten die Leiterbahnen eventuell besser ausgesehen und es wäre kein so großes Problem gewesen das zu reparieren.

Was wir daraus lernen:
Wenn die Frau den Stecker einmal ermordet, dann bitte nicht versuchen Elektronik mit Sekundenkleber zu reparieren, das macht das ganze nur noch viel schlimmer.

[^1]: Da war mir dann auch klar warum es die Frau sein musste und nicht die Kinder, die hätten nämlich eventuell nicht genug Kraft so anzureißen!

UNI Inskription

studentpoint Ich kann mich nie entscheiden, ob ich genug Zeit habe um 1-2 interessante Vorlesungen auf der Japanologie zu besuchen oder nicht, also schwanke ich jedes Jahr zwischen Mitbelegen auf der UNI und dem richtigen Inskribieren von Japanologie hin und her.[^1] Heuer habe ich mich für volles Belegen der Japanologie entschieden, weil ich kann ja immer noch zu Hause bleiben, wenn ich keine Zeit mehr habe, und bin heute ganz zeitig in der Früh (so gegen 9:30) losmarschiert um nach Möglichkeit noch vorm großen Andrang dort zu sein.

Der Plan hat auch sehr gut funktioniert. Eigentlich sogar etwas zu gut, weil es waren dann so wenige Studenten da, dass es keine großen Schwärme oder klar identifizierbare Strömungen gegeben hat denen ich hätte folgen können und so bin ich nach knappen fünf Minuten auf der UNI umherirren, dank meines gut ausgeprägten Orientierungssinns, der noch von einer leichten Gehirnerschütterung unterstützt wurde, auf einmal mitten in einer Baustelle gestanden. Glücklicher Weise hat mich schon nach kürzester Zeit eine wild gestikulierende Studentin an der Hand geschnappt und mich, während sie mit hochrotem Kopf knurrenden Lauten von sich gegeben hat, weg gezerrt.

Nach zwei Kurven und drei Stiegen hat sie mein schon leicht gequetschtes Handgelenk dann losgelassen und mich mit einem Stoß in einen Gang befördert, der mit lauter mindestens genauso orientierungslosen Studenten wie mir gefüllt war -- offensichtlich das Purgatorium für planlose Studenten,[^2] die sich im Vorfeld nicht genug darum gekümmert haben wo genau sie hin müssen. Glücklicher Wiese bin ich ja schon ein erfahrener Student, und so konnte ich auch relativ schnell aus der Horde der großäugigen verschreckten kleinen Studenten die 3-4 coolen, aber gelangweilten Gesichter der wissenden Studenten mit dem UNI-Plakat hinter sich herausfiltern.

Das die coolen Studenten dann vom ZID[^3] waren, und ich sie gleich mit "hey ich bin von der TU" begrüßt habe, hat sich höchst wahrscheinlich auch nicht nachteilig auf meine Behandlung ausgewirkt, weil nach ein paar kryptischen Techniker-Scherzen und dem geheimen Handschlag teilte einer der ZIDler die Studenten wie Moses das rote Meer und ich konnte, stolz wie einst die Israeliten, zu meiner Betreuerin beim Student Point vordringen.

Die hat mir dann auch sehr freundlich erklärt, dass sich die UNIs jetzt um die Studiengebühren streiten und ich deshalb irgendwo anrufen muss, damit sie das Geld auch brüderlich teilen.

Wie die kleinen Kinder echt war!

Aber das wäre ja alles noch nicht so ein Problem, wenn die Warteschleife einen nicht nach einer halben Stunde rausschmeißen würde. Ich habe es zwei mal probiert und beide male bekam ich nach fast genau 30 Minuten psychodelischer Musik das freundliche Gepiepse für die falsche Rufnummer zu hören. Morgen rufe ich noch einmal um 8:00 an. Zu so nachtwandelnder Stunde sind hoffentlich noch keine anderen Studenten wach und wenn das dann wieder nicht funktioniert gebe ich auf und melde mich nur als Mitbeleger an.

[^1]: Einige der interessanten Vorlesungen auf der Japanologie dürfen nur von StudentInnen die Japanologie oder Dolmetsch inskribiert haben besucht werden [^2]: und die armen Studenten sind dort auch mindestens genauso gerne herumgestanden, wie die armen Seelen im Fegefeuer [^3]: dem Zentralen Informatik Dienst der UNIs

iPhone gesemper

mc sep Nachdem Apple jetzt den Preis des iPhones von 600 auf 400 Dollar gesenkt hat sind die Foren voll von Ex-Apple-Fanboys die sich darüber aufregen, wie unfair sie doch von Apple behandelt wurden und das es absolut nicht absehbar war, dass ein Handy nach nur 2 Monaten so viel an Wert verliert.

Ich bin mir sicher für die meisten dieser Leute war das das erste mal, dass sie sich ein so teures Handy so knapp nach Erscheinen gekauft haben. Das oder der Preisverfall bei Handys funktioniert in Amerika ganz anderes als bei uns.

Als Beispiel sei hier nur einmal das Razr erwähnt, dass zu erscheinen irgendwas um die 200 Euro mit A1 Erstanmeldung gekostet hat[^1] und nach nicht einmal 6 Monaten ist es einem um einen Euro nachgeschmissen worden. 99.5% Preisverfall und vom coolen Handy zum Mädchen beeindrucken[^2] zum Handy für die Hausfrau in nur 6 Monaten. Das tut weh und keiner hat sich darüber aufgeregt.

Nachdem das aber das einzige Handy war bei dem ich das verfolgt habe und nicht von einem auf alle schließen wollte habe ich einmal bei Geizhals die Preisentwicklung von ein paar anderen teuren Handys ohne Vertrag nachgelesen und bin draufgekommen, dass 100 oder mehr Euro Preisreduktion in den ersten 1-2 Monaten völlig normal sind.[^3]

Sicherlich ist das extra ärgerlich wenn man sich ein teures Handy kauft und es knappe zwei Monate später deutlich billiger angeboten wird, aber ehrlich gesagt wenn man ein Handy sofort nach Erscheinen haben muss dann ist einem das Geld entweder egal, oder es ist einem wichtig die Mädchen damit zu beeindrucken und ich habe mit beiden eigentlich kein Mitleid.

Zum Abschluss noch ein Zitat aus einem Post, dass meiner Meinung nach relativ gut beschreibt was die meisten Besitzer eines iPhones wirklich stört:

Guess I won't be pulling any more chicks just by virtue of having an iPhone. Everyone and their grandkid is going to sport a trendy iPod touch now.

Oh well, I got at least 3-4 phone numbers for paying $200 extra a month ago. :D

Das Bild ist übrigens von macenstein Mac Chick of the Month und zeigt glaube ich ganz gut was sich viele von Apple Produkten erhoffen.

[^1]: und selbst da war es nicht mit jedem Tarif möglich [^2]: und nur dafür waren die ersten Versionen gut, weil die Software so mies war, dass es kaum zu benutzen war [^3]: zum selber Nachlesen N80 von 1500 auf 750 Euro in 2 Monaten, E90 von 1350 auf 650 in unter einem Monat und W950i von 670 auf 550 Euro in zwei Monaten