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Aikido Fotoabend

Ich habe übersehen, dass die Schule heute schon wieder anfängt und daher am Donnerstag Aikido Training ist. Damit ist das ganze ist auf Mittwoch den 12.9. verschoben und nachdem ich (hoffentlich) beim Training bin könnt ihr nicht einmal so vorbeikommen!

aikido gruppe Nachdem mir voriges Jahr Gerdas "Zusammenkunft der 5" nach dem Trainingslager sehr gut gefallen hat, will ich am Donnerstag den 6.9. ab 20:00 die Fotos vom Trainingslager herzeigen. Wer kommen will ist herzlichst eingeladen, wobei ich aber keine Ahnung habe wie spannend das für Leute ist die nicht am Trainingslager mit waren.[^1]

Ich sage gleich die Fotos sind nur Urlaubsschnappschüsse und teilweise nicht einmal wirklich gute. Ich habe zwar nicht vor was dazu zu reden, aber ich hoffe es werden auch ein paar andere Aikidoka vorbeischauen und ein paar Kommentare abgeben.

Ich werde Chips und eventuell ein paar Fruchtsäfte besorgen, alles was ihr sonst noch braucht (Alkohol und Freundin zB) bitte selber mitbringen.

Und wer nicht kommen will und die Fotos trotzdem gerne sehen würde, den kann ich nur auf Rezas Seite verweisen, dort sollten sie hoffentlich auch bald zu sehen sein.

[^1]: Schlimmsten Falls ist es eine bequeme Ausrede mich wieder einmal zu treffen

Rally Eva

rally eva Als Polizist fährt Georg in Wien auch mit dem Privatauto etwas sportlicher,[^1] aber wie bei so einem intensiven Fahrstil zu erwarten ist wird das auf Dauer schnell anstrengend und so fährt er längere Strecken fast nie selber.

Als wir jetzt zu dritt von Wien nach Kärnten gefahren sind war also von vornherein klar, dass Georg nicht fahren würde und nachdem ich mir bei der Fahrt nach Wien schon mehrfach anhören konnte, dass ich zu sportlich fahre -- was eigentlich ein Witz ist, wenn man bedenkt wie Georg sich in Wien mit dem Auto verhält -- ist die Wahl der Fahrerin eindeutig auf Eva gefallen.

Schon bald sind die Dörfer nur so an uns vorbei geflogen und das gleichmäßige Wiegen der kurvenreichen Bundesstraße begann Georg und mich langsam einzulullen -- zumindest den ganzen Weg auf den Berg hinauf, wo das Gewicht des voll beladenen Justy noch ein limitierender Faktor war. Aber kaum war der Gipfel erreicht sprang Eva beherzt aufs Gas, was der Justy mit einem markanten Röhren[^2] quittierte.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von um die 100 auf einer kurvigen Bergstrasse und ein voll beladener 10 Jahre alter Kleinwagen ohne jeglichen technischen Schnickschnack wie ABS oder gar ESP sollten reichen um den Einheimischen das Fürchten zu lehren.

G: Schatz habe ich da richtig gehört, haben die Reifen gerade gequitscht?
E: Ich fahre nur 60!

Ein Lächeln umspielt ihre Züge als sie im Rückspiegel den Punkt am Horizont verschwinden sieht. Ortskundige in teuren Autos sind auch nicht mehr das was sie einmal waren.

Quiiik

Mit einem kurzen kaum merkbaren Ruck verlieren die Hinterreifen die Bodenhaftung und wir driften mit guten 60 durch eine erstaunlich lange und erstaunlich enge Kurve -- links Berg rechts Schlucht.

G: Schatz die Reifen quietschen voll!
E: Schau ich fahre nur 60, da muss was falsch sein mit deinen Reifen!
A: Was ist denn da die Geschwindigkeitsbegrenzung?
E: Unbegrenzt

Quiiieeek

Auch diese Kurve wird im Driften genommen -- angenehm ruhig und stabil wie ich anmerken möchte und wenn da nicht ab und zu dieses irre Lächeln wäre ...

G: Aber wenn die Reifen quietschen fährt man im allgemeinen zu schnell, es sei denn man fährt eine Rally!
E: Na gut dann fahre ich eben 25!
...
E: Schau da hinten kommt schon einer -- der wird gleich anfangen zu hupen!

Der Einheimische den Eva auf der Bergstrecke völlig verheizt hat war schon ganz blass um die Nase und hat während der restlichen Fahrt nicht einmal gewagt auch nur in Richtung Hupe zu schielen.

[^1]: Und das ist freundlich ausgedrückt. Manch einer würde es auch einsatzmäßig nennen [^2]: der Auspuff hat ein Loch und erzeugt dadurch ein nicht zu verkennendes Geräusch

Das Linksgewinde

motor Georg hat sich vor einiger Zeit auf e-bay eine Motorrad gekauft.

Das alleine wäre ja noch nicht so erstaunlich, wenn das Prunkstück ist mehr als doppelt so alt wie ich und als Bausatz in einer großen Schachtel, die nach altem Öl gerochen hat und aus der Rost gerieselt ist, gekommen wäre. Nicht ganz einen Monat später hat er sich genau das gleich Moped noch einmal gekauft -- um sicherheitshalber ein Ersatzteillager zu haben.

Die ersten zwei Wochen seines Urlaubes hier in Kärnten hat er damit verbracht den Motor auseinander zu schrauben und zu putzen.

Dafür hat er einen Vergaser in den Wald geschossen (und natürlich nicht mehr wieder gefunden) und in dem einen Zylinder ein Loch entdeckt, aus dem es raucht wenn der Motor läuft und beim anderen Zylinder ist die Aufhängung abgebrochen -- was beide Zylinder eigentlich unbrauchbar macht.[^1]

Das lustige dabei ist aber nicht die Geschwindigkeit mit der das Ding seziert wird,[^2] sondern warum das so lange dauert. Heute war zum Beispiel der Deckel der Lichtmaschine dran um abgebaut zu werden.

Dazu wurde am Vormittag eine neue Drehbank gekauft und dann über Mittag mit viel Liebe und Hingabe ein ganz spezielles Gewinde extrem genau gefräst, das noch mit Löchern versehen und mit anderen Teilen verschweißt werden musste. Alles natürlich sehr genau und vorsichtig aber nach guten fünf Stunden Arbeit konnte mein Bruder und mein Vater dann voller Stolz das neue Werkzeug ausprobieren -- nur um dann festzustellen, dass den ganzen Nachmittag lange ein ganz spezielles Linksgewinde bearbeite haben anstatt eines Rechtsgewindes, weil die neue Maschine in die falsche Richtung gedreht hat.

Auch ganz speziell.

Also von neuem ein spezielles Gewinde drehen, zweimal überprüfen, dass es auch ein Rechtsgewinde ist, Löcher bohren, schweißen und ausprobieren. Beim zweiten Anlauf hat es dann geklappt und eine weitere Schraube konnte gelöst werden.

Wenn das so weiter geht bin ich sicher seine Enkerln werden einmal mit einem tollen Motorroller fahren können, der dann mit Baujahr 1939 älter ist als alle lebenden Verwandten.[^3]

[^1]: Entweder es kommt ihm noch die geniale Idee, oder er wird sich wohl noch eine dritte Schachtel Schrott liefern lassen [^2]: unter zehn gelöste Schrauben pro Tag sind schon sehr erstaunlich wenn man von 9:00 bis 20:00 und länger praktisch durchgehend arbeitet [^3]: Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass es dann noch Benzin gibt