Skip to content

Mein Blog: Ohne Titel - Ohne Sinn

Meiner Meinung nach gibt es genau drei Arten von Blogs. Akzeptable schlecht und grottenschlechte. Ich lebe mit der Hoffnung, dass meines nicht unter die grottenschlechten fällt, aber andererseits habe ich halbwegs gute Möglichkeiten meine Statistiken auzuwerten und sowas kann immer ernüchternd sein.[^1]

Mein größtes Problem ist, dass ich mir nicht sicher bin für wen oder was ich überhaupt schreibe. Nein eigentlich bin ich mir sicher. Ich schreibe für mich, weil es mir Spass macht und weil die Themen dann nicht mehr in meinem Kopf sondern im Internet herumschwirren. Das ist fast so gut wie die Probleme bei Freunden abzuladen, mit dem entschiedenen Vorteil, dass das Netz immer da ist und sich nicht wehren kann[^2] und viel weniger Aufwand ist als echte Freunde. So alle 2-3 Monate überkommt mich dann aber auf einmal die Idee aus meinen rund 50 regelmäßigen Lesern 500 zu machen und die 3-5 sporadischen Kommentatoren damit auch auf 20+ aufzustocken. Natürlich habe ich auch schon einen 4 Schritte Plan zur Weltherrschaft zu einem besseren Blog formuliert.

Der erste Schritt dazu wäre sicher die Seite mit IE kompatibel zu machen,[^3] aber bis jetzt hatte ich nicht einmal die Chance IE zu benutzen. Die Macs unterstützen ihn nicht, auf der UNI haben wir auch kein IE und so auf die schnelle ist mir niemand eingefallen, den ich länger belagern könnte und der Windows benutzt.

Der zweite Schritt wäre dann eine Zielgruppe auszusuchen und fast nur für die zu schreiben. Niedy schreibt zB nur für sie Leute die sie ohnehin kennen und die Posts sind mehr so Appetizer für die kommenden Gespräche, Tom schreibt für die zuhause gebliebene Familie, Freunde und sein Ego (auf Englisch?) und dann gibt es natürlich die Blogs die über irgendwas spezielles schreiben. Aber ich kenne die Gesichter meiner Freunde wenn ich anfange über Physik zu reden und wie schnell da immer versucht wird das Thema zu wechseln also fällt das irgendwie flach.

Ein kurzer Blick wonach Leute gesucht haben um auf mein Blog zu kommen zeigt mir aber immer alternative Themen. Da gibt es im Grunde genommen drei Kategorien

Die "Eh klar, aber ich habe keine Ahnung davon" Kategorie. Typische Beispiele dafür wären:

  • naschmarkt massacre
  • hog meets frog
  • selbstmordrate singles -- Das Post dazu wäre: Spinnereien[^4]

Die "WTF woher kommt das bitte?" Kategorie

  • the worlds bigest buterfly in the world
  • Kristen Cavalieri hairstyles

von denen gibt es aber nicht SO viel -- maximal 15 -- und bei manchen habe ich auch eine leise Ahnung woher sie kommen könnten.

Die Sex Kategorie

Sex sells -- erstaunlicher Weise aber nicht wenn ich direkt darüber schreibe so wie in Ein neues Buch, sondern viel mehr wenn ich gar nicht daran denke. Einer der harmloseren und noch halbwegs verständlichen Suchbegriffe aus der Kategorie wäre:
Wichsflecken entfernen -- erstaunlich wieviele Leute dieses Problem haben.

Übrigens danke Markus. Du bist für 3 meiner Top 10 Suchresultate verantwortlich. Nichts anderes hätte ich von einem Werbetexter erwartet! Nur das Suchresultat bei einem Post übers Wäschewaschen hat mich schon sehr erstaunt.

Der dritte Schritt sind kürzere Posts. Niemand liest gerne zwei Seiten unnötiges Geschwafel Online.

Der vierte Schritt wären dann bessere und vor allem auch besser eingebundenen Bilder und vernünftig strukturierter Text.

Übrigens für die die es noch nicht bemerkt habe. Das ist wieder genau so ein langes Post ohne Sinn, ohne Foto, ohne Zielgruppe das zu genialen Suchresultaten führen und mich wieder einen meiner mühsam erarbeiteten Leser kosten wird. Aber was solls ich hatte 20 Minuten Zeit, während ich auf meine Kartoffeln gewartet habe und die Leser sind mir sowieso egal (oder so)

[^1]: hey ich habe mehr als einen freiwilligen Leser [^2]: deshalb sehe ich Downtime auch als persönlichen Angriff gegen mich [^3]: immerhin benutzen knappe 23% meiner Besucher den IE [^4]: sicher auch ein interessantes Thema aber für mich eventuell etwas zu extrem

Tage wie dieser

ZXR 400 zerlegt Manchmal funktioniert an einem Tag einfach alles. Die Arbeit geht schnell und zügig voran, man trifft nette Leute und außerdem wird man von glücklichen Zufällen überhäuft.

Samstag war eindeutig so ein Tag, nicht zuletzt wegen des netten Ausklangs bei einer sehr flashigen Jamsession mit der Markus Geburtstag gefeiert wurde.[^1]

Sonntag war leider keiner dieser Tage. Das war eher einer von denen wo ich am Vormittag, meiner produktivsten Zeit überhaupt, keine Zeile Code ohne Fehler schreiben konnte, also habe ich es dann irgendwann gelassen und mich mit der (mittlerweile richtig sauberen) Küche beschäftigt. Der Spinat zu Mittag war nur angelegt und nicht wirklich angebrannt, aber das ist alles eigentlich halb so wild. Sonntag Nachmittag mit den Japanern ist normalerweise ein garantierter Erfolg. Die sind fast alle unglaublich nett und von den zweien die ich nicht so mag kann ich mich mittlerweile sehr gut fernhalten. Schade war nur, dass Miho zurück nach Japan fährt und damit diejenige mit der ich mich fast am besten verstanden habe wegfällt. Eventuell nicht so toll war, dass ich mein Handy zu Hause vergessen habe. Das mit der falschen Treffpunkt an dem ich dann (ohne Handy) eineinhalb Stunden in der Kälte auf sie gewartet habe war dann irgendwie nicht so toll, aber wenigstens durfte ich zwei neue Japanerinnen kennenlernen. Unglaublich nett sind und anscheinend das japanische Äquivalent zu unseren Volltussen. So uninteressante Gespräche bei denen ich so eingebunden wurde habe ich noch nie erlebt.

Der Heimweg versprach dann eine nette Tour mit dem Motorrad zu werden, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass ein ruhiger Heimweg per pedes auch was nettes hat.

Am Abend bin ich dann bedingt durch das kleine Missgeschick mit dem Motorrad 3 Stunden zu spät bei Gerda aufgetaucht, nur um festzustellen, dass ich meine Schlüssel zu Hause vergessen habe. Das hat natürlich einen ganzen Schwall aufmunternder Kommentare von den Aikidokern herausgefordert, die sich nur so gewundert haben wie mir als durchorganisierten Menschen soetwas passieren kann.

Um 1:00 bin ich dann nach guten fünf Minuten die ich mit knacken der Türen verbracht habe in der Wohnung gestanden. Polizist hat mich zwar keiner aufgehalten als ich die Türen etwas unorthodox geöffnet habe, aber einer der Nachbarn hat sich etwas über die Klopfgeräusche aufgeregt. Es lebe die Nachbarschaftshilfe, da bricht einer die Türe mitten in der Nacht auf und der Nachbar beschwert sich über betrunkene Studenten.[^2]

Am Montag ist Georg dann um 6:30 in meinem Zimmer gestanden und hat irgendwas von Aufstehen, Schlüssel und Werkzeug fürs Motorrad geredet. So gegen 8:00 war ich dann von Georg zurück und bald danach am Weg das Motorrad abzuholen. Angesprungen ist es natürlich nicht, also habe ich es den ganzen Weg nach Hause geschoben. Bei knappen 200kg Eigengewicht (mit einem vollen Tank) durfte ich dann jeden kleinen Hügel auf meinem langen Heimweg erspüren. Aber so ein bisserl Training tut mir ganz gut und seit dem Trainingslager war ich auch nicht mehr richtig durchgeschwitzt, also war das sehr willkommen. Auf die Spatzen am nächsten Tag hätte ich aber gerne verzichten können.

ZXR 400 Zündkerzen

Übrigens in Wien ist jeder zweite Mann zwischen 18 und 50 ein Mechaniker und kann zumindest mit Ratschlägen helfen.

Ein paar gute sind:

  • Siehst jetzt wäre ein Kickstarter wieder sinnvoll.
  • Da geht es eh ein bisserl hinunter, lass sie anrollen und dann schmeiß den zweiten Gang hinein, die springt sicher wieder an.
  • Warte ich schiebe dich an.
  • Da vorne ist eine Tankstelle, die haben das billigste Benzin in Wien.[^3]

Zugegeben es hat auch einen gegeben, der mir wirklich einen guten Tip gegeben hat und auch helfen wollte, aber mir war irgendwie nicht so danach ohne Licht mit konstant über 6000 Touren und der gelegentlichen Fehlzündung durch halb Wien nach Hause zu fahren.

Wer ein Happy End braucht dem sei gesagt, dass die ZXR-400 mittlerweile wieder schnurrt wie ein Kätzchen (und der Abend mit den Aikidokern war auch sehr nett, aber das hat irgendwie nicht zur Geschichte gepasst)

[^1]: Fotos sind jetzt nach knapp einer Woche auch schon online [^2]: der den ganzen Tag nur ein Glas Wein getrunken hat! [^3]: Nachdem ich ihm zwei Minuten lange erklärt habe, dass es an allem möglichen, aber sicher nicht an einem leeren Tank liegt.