Heute habe ich mich dazu entschlossen diese mistigen PC-Stecker auf meinen Blitzen, die dauernd ausfallen, ständig Wackelkontakte haben und mich so langsam aber sicher in den Wahnsinn treiben, gegen vernünftige 6,35mm Klinkenbuchsen auszutauschen.
Eigentlich kein Problem und eine Arbeit von 5 Minuten. Den Blitz aufschrauben, zwei Drähte ablöten und zwei neue anlöten, den Blitz wieder zusammenbauen und schon ist das Ärgernis behoben.
Also habe ich den Blitz ausgeschaltet, die Batterien entfernt und angefangen das ganze Ding zu zerlegen. Bei dem SB-20 von Nikon, den ich einmal als erstes Opfer auserkoren hatte ging das völlig problemlos und nach nicht einmal 30 Sekunden war das Gehäuse offen und die ersten Stecker entfernt.
Dabei habe ich leider nur übersehen, dass das wichtigste Ding im Blitz, der Kondensator, der die gesamte Energie speichert und darauf ausgelegt ist diese auch möglichst schnell abzugeben,1 noch vollständig geladen war.
Und natürlich bin ich direkt am Kondensator angekommen.
Der daraus resultierende Knall war so laut, dass meine zwei Brüder von WoW aufgesprungen sind um zu sehen wie es mir geht und dazu muss man wissen, dass ich manchmal Probleme habe mit ihnen zu reden weil sie gerade eine wichtige Instanz spielen.
Ich habe jetzt zwei weiße Flecken auf der Hand, mein Herz schlägt nach über 30 Minuten immer noch unregelmäßig und außerdem sind meine Ohren vom Knall noch etwas verschlagen, aber sonst geht es mir gut.
Moral:
Wenn man einen Blitz zerlegt, dann zuerst noch ALLE Ladungen (ohne eingelegten Batterien) verschießen und dann mindestens eine Stunde warten bis das Mist Ding sich vollständig entladen hat.2
geile aktion!!!
respekt hast auf jedenfall verdient…nach einem schlag is nicht jeder “cool” genug um weiter zu machen…g
Nach dem ersten Schlag (und nachdem der erste Schock überwunden war) haben ich mir gedacht, der Kondensator ist jetzt eh schon entladen, da kann ich auch gleich weitermachen.
Es gibt übrigens eine Vorschrift, nach der Geräte so konzipiert sein müssten, dass sich die Kondensatoren 5 Minuten nach abschalten vollständig entladen haben. Deshalb habe ich die fünf Minuten erwähnt. Nur anscheinen haben sie das noch nicht so genau genommen als der Blitz 1986 eingeführt worden ist.
So habe ich dann halt ein Foto gemacht, ein Post geschrieben und es dann zusammengebaut. Jetzt funktioniert der Blitz einwandfrei mit dem neuen Stecker.
sind dir die haare auch zu berge gestanden?
Go for Gold. Ach ja wie erinnere ich mich an die Zeit wo ich mal in den Strom im Bad gekommen bin. Die Hand ist damals in einem ganz unphysiologischem Winkel gestanden und es hat leicht gekribbelt….
Ach ja bin jetzt auf der Unfall, also du entkommst den Arrichs nicht mehr wenns dich aufbaut (Blutig ad moi) oder du so was unblutiges (ad Schwester).
Lg Ferdi
Die Haare sind mir nicht zu Berge gestanden. Das passiert bei höheren Spannungen, wenn der Körper als Kondensator fungiert (man nur einen Pol angreift und gegen den anderen gut isoliert ist)
Im Badezimmer bin ich noch nie in den Strom gekommen. Mein Maximum war normale Netzspannung, das dafür aber schon öfter und das ist NICHTS gegen den Schlag von dem Konensator!
Netzspannung hat halt das Problem, dass sie meistens einen Weg zum Herzen findet und das ist dann eher ungut, während bei dem Kondensator habe ich nur das bisserl Haut auf der Hand eingebüßt, das zwischen den beiden Polen gelegen ist (dafür war das wenigstens anständig vernichtet)
Und ich halte es für sinnvoller, wenn wir uns in einem Lokal auf ein Bier als auf der Unfall auf einen Verband treffen
Ich halte es auch für sinnvoller, wenn du dich mit dem Ferdi auf ein Bier in einem Lokal triffst und nicht auf deine alte Gewohnheit zurückgreifst, dich mit Freunden allmonatlich in der Chirurgie zu treffen auf einen neuen Verband oder eine neue Naht oder auch nur ein paar Klammern!(Die damals besten Freunde: Gernot Brandesky - Primararzt in der Kinderchirurgie- oder Roland Krenn - Oberarzt in der Kinderchirurgie)Ich erinnere an Gernots Ausspruch:”Ohne die Paulsen-Brüder könnten wir unsere Abteilung fast zusperren”!
Also bitte die Zeit habe ich schon lange hinter mir!
Die Betten auf der Kinderklinik sind mir schon lange viel zu klein
Gott sei Dank sind dir die Betten in der Kinderchirurgie zu klein geworden! Und seit du nämlich gemerkt hast, dass der Aufenthalt in Wiener Kliniken, wo die Ärzte nicht unsere persönlichen Freunde sind,durchaus nicht so angenehm sind wie in Kärnten,haben sich auch deine Krankenhausaufenthalte fast auf Null reduziert!
Da sich die Situation in Wien nun geändert hat (durch Ferdi und Jasmin), habe ich es doch nicht lassen können, meinen Kommentar dazu abzugeben!