Nach dem letzen Eintrag über schönes Wetter und glücklichen Urlaub muss ich einfach über die interessanteren Dinge beim Tauchen schreiben.
Zu der Tauchgruppe bin ich über Michi, einer Bekannten die im Sommer als Tauchlehrerin in Kreta gearbeitet hat, gekommen. Der erste Tauchgang mit Michi und Reinhardt waren auch dementsprechend gestaltet: Genaues Briefing vor dem Tauchgang, kurze Kontrollfragen, Buddycheck — bei dem sie sich absichtlich die Flasche abgedreht hat um uns zu testen — kleine Übungen unter Wasser, …
Eigentlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass kein Buddycheck besser ist als ein schlechter,[1] aber normalerweise lasse ich sowas wortlos über mich ergehen, vorallem weil sich die Unterwasserwelt in der halben Stunde die solche Checks und Belehrungen brauchen nicht wirklich verändern wird.
Reini — mit einem Freiwassertauchgang — war da schon etwas enervierter. Der wollte die tollen Dinge Unterwasser sehen und sich nicht mit lästigen Vorbereitungen Überwasser aufhalten.
Aber anscheinend waren wir bei den ersten zwei Tauchgängen nicht gut genug und so entschloss Michi auch beim dritten Tauchgang noch ein paar Übungen zur Befriedigung diverser Tauchlehrer-Triebe durchzuführen. Geplant war raus schnorcheln, um nicht zu viel Luft zu verbrauchen, dann abtauchen auf 18m, ein paar Übungen und einer abschließenden Runde um das “Hausriff”. Geplante Maximaltiefe wären 20m gewesen.
Das Hört sich ein bisserl nach dem ersten Tauchgang vom AOWD Kurs und nicht so wirklich spannend an, aber die große Tauchlehrerin hatte glücklicher Weise noch ein paar unangekündigte und überaus spannende Überraschungen für uns geplant.
Michi hatte ihren ersten Vertigo nach 10 Minuten Übungen auf relativ harmlosen 20m. Reini hat das herumliegen von Michi am Boden zuerst für eine neue Übung gehalten, sie mit mäßigem Erfolg nachgemacht und dann das Zeichen für Vertigo mit dem Zeichen für das Umkehren verwechselt.
Aber das war noch lange nicht alles!
Wir sind dann (entgegen meinen Richtungsvorschlag ins Seichtere) um die Sache interessanter zu machen, geleitet von der Orientierungslosigkeit in Person vom Ufer weg auf 30m abgetaucht und haben dort noch einen Aufstieg im Blauen[2] geübt.
Um das Abenteuerfeeling noch zu erhöhen hat Michi beim Auftauchen eine Umkehrbockierung der Nebenhöhlen bekommen (über Reinis völlige Planlosigkeit bis zum Ufer möchte ich nicht zu viel Worte verlieren) — Eigentlich hätte ich mir ja nach so einem Tauchgang ein Abenteuerbrevet erhofft.[3]
Am Schluss muss ich aber auch zugeben, dass Reini der seinen Buddy bei JEDEM Tauchgang verloren hat, mit einem Freiwasser Tauchgang, keinem Computer,[4] keinen Tabellen nach denen er gerechnet hätte und keinerlei Verständnis für die Gefahren unter Wasser,[5] mit den Übungen eigentlich sehr gut beraten war.
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zB ist mir mit den Worten “Deine Flasche ist fast ganz zu” die Luft abgedreht worden und das nur weil die Ventile anders moniert waren als normalerweise ↩
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ohne Orientierungshilfe, ohne den Boden zu sehen ↩
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Vorallem nachdem Padi doch für jeden Mist Brevets hat ↩
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nicht einmal eine einfache Uhr für den Sicherheitsstop! ↩
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Reini nach der Woche: “Ich habe jetzt zwei Deko Probleme erlebt, das ist ja voll ungefährlich” ↩
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