Alexander's

笑う門には福来たる
Wasserschaden

Georg mein Held

Eigentlich sollte ich ja mein Blog Alexanders großer Raunzer-Blog nennen, weil in praktisch allen Artikeln rege ich mich — mehr oder weniger unnötiger Weise — über irgendwas auf, das entweder durch Vorausplanung ganz einfach zu vermeiden gewesen wäre, oder das eh nicht zu ändern ist. Diesmal hat mich Georg aber von einem großen Artikel dieser Art bewahrt. Besser für mich, aber natürlich nicht so lustig für euch.

Die große Abwasserfallleitung — aus Blei — hat in der Nacht von Montag auf Dienstag entschlossen ihren Dienst zu quittieren.

Normalerweise sind Abwasserfallleitungen[1] ja ein aus den Augen aus dem Sinn Problem. Der Rohrdurchmesser ist größer als der der einzelnen Abflüsse und zusätzlich verläuft das Rohr senkrecht. Also prinzipiell gilt wenn man Kinder, oder Geschäftspartner klein genug zerstückelt, damit sie durch den eigenen Abfluss passen, dann verschwinden sie auch problemlos durch das Fallrohr. Soweit zur Theorie, aber wenn das Rohr aus Blei besteht, dann reagiert das anscheinend irgendwie anderes mit den Abwässern und es kann sich auch in einem senkrechtem Rohr mit einem größeren Durchmesser irgendwie eine Verstopfung bilden.

Wieso fällt so eine Verstopfung auf?
Ganz einfach, dem lieben Alexander sprudelt das Dreckwasser von 3 Stöcken beim Abfluss in der Küche heraus und die Wand im Zimmer neben dem Bett ist völlig durchnässt. Ich möchte übrigens anmerken, dass ich im ersten Stock wohne und Georg gerade noch rechtzeitig nach Hause gekommen ist, damit er und nicht die Feuerwehr die Wohnungstüre für die Handwerker aufgemacht hat. Dem unter uns hat diese munter vor sich hinsprudelnde Quelle in seinem Geschäft anscheinend noch weniger gefallen.[2]

Vorteile:

  • Wir bekommen ein neues Ventil in der Küche und mein Zimmer wird hoffentlich ausgemalt.[3]
  • Die Klos hängen an einer anderen Abwasserfallleitung.

Nachteil:

  • Mein Zimmer riecht jetzt nach Abwasser.

Moral: Beim Entsorgen der Leichenteile im Abfluss entweder massig Abflussreiniger nachschütten, oder noch besser vorher nachfragen, ob das Rohr nicht zufällig aus Blei besteht, aber das kennt man eh schon alles aus CSI. Wasserschaden


  1. ich liebe dieses Wort 

  2. verstehe ich gar nicht andere Leute zahlen viel Geld für Zierbrunnen 

  3. war eh schon nötig 


  1. Mansur 2006-06-01 23:53

    Wow!

    Burschen, da habts ja fast noch mal Glück ghabt (Glück, weil euch hätt die sprichwörtliche Scheisse ja auch bis zum Hals stehen können und fast, weil ja doch ein bisserl Dreckwasser ausm Ausfluss gekommen is)!
    Man kann nur hoffen, dass die Wände wenn sie wieder trocken sind auch wirklich schöner sind (das verspricht sich ja so manche Frau von Schlammpackungen hab ich mir sagen lassen)!!!

    Lg an euch beide und Georg: schönen Urlaub,

    Mansur

  2. alexander 2006-06-02 6:15

    Stimmt eigentlich hast du recht, ich hoffe halt nur, dass der Effekt nicht ähnlich wie beim runzligen Apfel, der dann unter Vakuum glatt wird, ist.
    Das mit dem „bisserl Wasser“ sag einmal dem Georg, der den ärgsten Dreck in der Küche entfernt hat.
    Und nett, dass du zwar dem Georg aber nicht mir einen schönen Urlaub wünscht!

  3. roarr 2006-06-02 7:09

    Hab ich dich richtig verstanden? Hab ich mich verhört? Vielleicht ein Schreibfehler? Der Georg soll die Küche geputzt haben?!?

    Und das mit dem Urlaub ist ganz leicht zu erklären: Ihr Studenten seid doch immer im Dauerurlaub. Wenn er dir da immer einen schönen Urlaub wünschen würde, müsste er ja praktisch täglich anrufen…

  4. alexander 2006-06-06 16:31

    Mittlerweile erscheint es mir auch wahrscheinlicher, dass der Handwerker nicht in so einer dreckigen Abwasch arbeiten wollte und deshalb zuerst einmal das schmutzige Geschirr abgewaschen hat (sonst wäre Georgs 1x alle 3 Monate abwaschen Plan ja voll durcheinander gekommen)

    Das mit dem Urlaub stimmt eigentlich. Auf der UNI und in den Ferien sitze ich vorm Computer. Wenn ich jetzt den Roboter dazu bringe mir ein Bier zu holen, oder noch besser mir einen Cocktail zu mixen, dann komme ich mir bald wirklich vor wie in den Ferien. Vorallem seit wir einen Heizstrahler haben und damit Temperaturen von über 15 Grad im Labor herrschen!

  5. Anonymous 2006-06-06 16:42

    mehr als 15°? pfff… solltet ihr nicht lieber auf solchen luxus verzichten und dafür mehr geld für die forschung haben?

  6. alexander 2006-06-09 6:35

    Das wichtigste und teuerste Kapital ist eindeutig mein Hirn, danach kommt h.w. einer von den 10.000+ Euro Robotern. Nochdazu kommt, dass wenn mein Hirn auf Eis liegt gibt es niemanden der sich mit dem teuren Roboter beschäftigt!

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